Gleich zwei Regengüsse machten den Auftakt des Veddel Stadtteilfest am letzten Wochenende (20. Juni 2009) ein wenig zu nichte. Trotzdem ließen sich Veranstalter und Teilnehmer beim Aufbauen der zahlreichen Stände nicht unterkriegen. Wie heißt es doch so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte Kleidung. Das interessante an dem Fest war ohne Zweifel, dass es keinen wirklichen Anfang gab. Bereits um 10 Uhr morgens waren die ersten erschienen, um Hand an zu legen und den Tag zum einem Erfolg werden zu lassen. Viele, viele Ehrenamtliche machten sich an die Arbeit die zahlreichen Pavillions, Tische, Bänke und Stühle aufzubauen. Die Hüpfburg wurde aufgeblasen und der Grill angeschmissen.
Das ganz im Sinne von Grasroot organisierte Festival konnte mit vielen Überraschungen die – trotz des bescheidenen Wetters zu Beginn – 350 Besucher (geschätzt) überzeugen. So gab es sehr viele Möglichkeiten für die kleinsten Veddeler unter den Stadtteilfest Gästen sich mal richtig auszutoben. Eine Hüpfburg, Wasserspiele von der Freiwilligen Feuerwehr Rothenburgsort / Veddel, die Kitas Uffelnsweg und der evangelischen Immanuel Gemeinde, die Ballin-Stadt und viele viele mehr.
Aber natürlich waren viele weitere Institutionen von der Veddel auf dem Fest vertreten, wie etwa der Moschee Verein, die jungen Musilimen, Veddel-Aktiv, Pro Quartier, die B.I., Books & Byte sowie Die Linke und die SPD. Für die größeren Besucher des Veddeler Stadtteilfestes gab es ein musikalisch abwechslungsreiches Programm, welche neben den Veddel Streetz auch den togolesischen Sänger Kouakou de Souza auf die Bühne brachte. Er gab viele Klassiker seiner Karriere zum besten und sorgte für einen exzellenten Abschluss der Stadtteilfestes auf der Veddel. Gott sei Dank war Petrus mit uns gnädig und hat es an diesem Tag auch beim Aufräumen nicht mehr Regen lassen, so dass das Fest einen netten Ausklang im Cafe UnMut fand.

Veddel Stadtteilfest Musikprogramm Kouaka de Souza
Ohne Zweifel ist ein solches ehrenamtlich organisiertes Festival eine handfeste Reise in die vielen Kulturen, die auf der Veddel wohnen und leben. Es zeigt, dass der vielgeschmähte Begriff des Multikultis durchaus seine Berechtigung hat, wenn der man erlebt, wie friedlich alle zusammen organisiert und gefeiert haben.
(Alle Fotos: Wencke Bretthauer)

